Europäischer Mehrwert

In den letzten Jahren erlebte das Mittelalter in den Regionen der teilnehmenden Schulen durch Ritterspiele, mittelalterliche Feste, Zeltlager o. Ä. eine sehr große Renaissance. Breite Schichten der Bevölkerung setzen sich mit den Gegebenheiten dieser Zeit auseinander und spielen alljährlich das mittelalterliche Leben nach. Die Schulen, die Schüler und die Lehrer sind bereits in diesen regionalen Kontext involviert.

Durch die Reduzierung des mittelalterlichen Lebens auf das „Leben auf einer mittelalterlichen Burg“ wird den Schülern innerhalb des Projekts ein überschaubarer Rahmen geboten, in dem sie durch die intensive theoretische und handlungsorientierte Beschäftigung mit Themen Ernährung, Sozialstruktur, Handwerk, Bräuche und Feste einen verständlichen Zugang zur eigenen Kultur erschließen. Auf Grund des besseren Verständnisses der eigenen Kultur, durch den intensiven Austausch mit den Partnerschulen und durch die Vorstellungen der Projekte der Partnerschulen entwickeln die Schüler nicht nur ein Gespür für die Unterschiede, sondern auch für die Gemeinsamkeiten innerhalb der verschiedenen Kulturen. Somit erkennen die Schüler, dass der europäische Gedanke tiefliegende gemeinsame Wurzeln hat, die weit in der Vergangenheit zurückliegen. Aufbauend auf den Erkenntnissen einer gemeinsamen europäischen Geschichte begreifen die Schüler den heutigen europäischen Gedanken. Sie öffnen sich den benachbarten Kulturen, da sie die gemeinsamen Grundlagen erkennen. Der internationale Austausch stärkt die Motivation der Schüler und macht sie kompetent, sich auf dem europäischen Markt zu orientieren und zu behaupten. Die Schüler entwickeln die Fähigkeit zu grenzübergreifender europäischer Zusammenarbeit und nutzen dazu vielseitige und innovative Kommunikationsmöglichkeiten. Die Notwendigkeit eines höflichen und respektvollen gegenseitigen Umgangs erschließt sich den Schülern über den Klassenverband hinaus auf ganz Europa. Diese Erkenntnis ermöglicht ihnen eine positive Annäherung an die verschiedenen Kulturen Europas. Die Zusammenarbeit zwischen ausländischen Schulen ist nicht nur eine Bereicherung für die Schüler, sondern auch für die Lehrer, die Schule und die ganze Region.

Den beteiligten Lehrern eröffnet sich die Möglichkeit, bei gleicher Thematik die unterschiedlichen Methoden und didaktischen Ansätze der beteiligten Länder kennenzulernen, die Schulsysteme der Länder untereinander zu vergleichen und durch die Kommunikation über Internet und bei den jeweiligen Treffen das eigene Niveau in den Sprachen der beteiligten Ländern zu verbessern. Durch die Evaluation, das Ausrichten der Treffen an den Schulen und das Präsentieren der erarbeiteten Produkte partizipieren daran auch die nicht unmittelbar an dem Projekt beteiligten Lehrer der Schulen.

Die Qualität der gesamten schulischen Arbeit wird durch den erweiterten Blickwinkel aufgewertet. Im Rahmen der Treffen und durch die musealen Ausstellungen präsentieren sich die Schulen der Öffentlichkeit nachhaltig als auf Europa orientierte Institutionen. Die angestrebten Schulpartnerschaften zwischen den beteiligten Schulen verstärken diesen Eindruck in der Öffentlichkeit. Die Familien der Schüler und Lehrer können langfristige Freundschaften über Europa verteilt schließen. Städtepartnerschaften zwischen den jeweiligen Orten oder Partnerschaften von Vereinen können sich angestoßen durch dieses Projekt entwickeln.

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