Aufenthalt in Domažlice (Tschechische Republik) im Rahmen des Comenius-Projektes

„Leben auf einer Burg im Mittelalter – ein europäischer Vergleich“

Komplette Comenius-Gruppe in der Burg in KrumauDas nächste Comenius-Treffen stand an! Vom 7. Oktober 2013 bis 10. Oktober 2013 kamen Vertreter der teilnehmenden Länder des Comenius-Projekts „Leben auf einer Burg im Mittelalter – ein europäischer Vergleich“ in der tschechischen Stadt Domažlice zusammen, um ihre erarbeiteten Ergebnisse zum Teilgebiet „Der mittelalterliche Jahreszyklus und seine Feste“ untereinander auszutauschen.

Comenius-Gruppe unserer SchuleAm Montagnachmittag fuhr unsere Truppe, die aus einem Schüler und sieben Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe bestand, zusammen mit unseren Begleitlehrkräften Frau Mehringer und Herrn Stipberger mit dem Zug von Bodenwöhr nach Domažlice. Bereits in Furth im Wald – unserem einzigen Umsteigeort – erwartete uns ein mittelalterlich anmutender Zug, der uns nach Domažlice bringen sollte. Nach einer vergleichsweise kurzen Fahrt – wir waren ja bereits anderes gewöhnt, betrachtet man beispielsweise die ca. 10stündigen Fahrten nach Arad (Rumänien) oder Debrecen (Ungarn) – kamen wir gespannt und entspannt in Tschechien an. Dort wurden wir bereits von der tschechischen Projektleiterin sowie der Rektorin der teilnehmenden Schule in Bližejov in Empfang genommen und zu unserer Pension im Stadtzentrum Domažlices gebracht.  Nun hatten wir kurz Zeit, unsere Zimmer zu beziehen und uns etwas einzuleben. Die restliche Zeit bis zum Abendessen nutzten wir, um uns zusammenzusetzen und die morgige Präsentation und Ausstellung der Fotocollagen zum Thema ‚Mittelalterlicher Jahreszyklus und seine Feste‘ zu besprechen. Vom Hunger getrieben und gespannt auf die anderen Teilnehmer des Projektes gingen wir sodann zum Abendessen, welches im gegenüberliegenden Hotel ‚Sokolsky dum‘ stattfand. Dort hatten wir auch noch etwas Zeit, um bereits von früheren Treffen her bestehende Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen.

Comenius-Gruppe bei der Vorstellung unserer CollageAm Dienstag stärkten wir uns zunächst mit einem ausgiebigen Frühstück in unserer Pension, ehe wir zusammen zur Kunstschule, die im Kloster von Domažlice untergebracht ist, gingen. Hier sollte unsere Ausstellung der Fotocollagen zum mittelalterlichen Jahreszyklus stattfinden, welche bereits im Vorfeld im Kunstunterricht gestaltet wurden. Um diese anschaulich darbieten zu können, standen für jede Gruppe eine Stellwand sowie Bastelmaterialien bereit, welche wir eifrig einsetzten, um die vier Collagen zu den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter ins rechte Licht zu rücken. Nun galt es die erarbeiteten Kalenderblätter den anderen Gruppen zu präsentieren und sie über besondere Feste im Jahreszyklus zu unterrichten. In einem mittelalterlich anmutenden Gasthaus kräftigten wir uns für die nun anstehende Stadtführung durch Domažlice, welche ihren Abschluss in einer Vorführung mittelalterlicher Musik mit Tänzen sowie einem Fechtauftritt fand. Nach einer kurzen Regenerationsphase trafen wir uns alle wieder im Hotel zum Abendessen, das mit mittelalterlicher Musik untermalt wurde. Die restliche Zeit des Abends nutzten wir dafür, die anderen Comenius-Teilnehmer besser kennenzulernen und etwaig Verständigungsschwierigkeiten zu überbrücken.

Am nächsten Morgen war nicht an Ausschlafen zu denken – bereits um 05:30 Uhr klingelte der Wecker, um noch frühstücken zu können, denn schon um 7 Uhr fuhren wir gemeinsam in die an der Moldau gelegene Unesco Stadt Cesky Krumlov (dt. Krumau). Nach einer etwa dreistündigen Busfahrt waren wir endlich dort angekommen und besichtigten zunächst die imposante Burg- und Schlossanlage, welche nach der Prager Burg der zweitgrößte historische Bau Tschechiens ist. Burg KrumlovBekannt dürfte das Schloss Cesky Krumlov auch für das barocke Schlosstheater sein, das eines der zwei weltweit noch erhaltenen Barockbühnen hat und noch im Originalzustand vorzufinden ist. Aber auch die Stadt selbst zeigte – bei der sich anschließenden Stadtführung – seine Reize und trägt nicht umsonst den Namen ‚Venedig an der Moldau‘. So lassen beispielsweise die verwinkelten Gässchen, die hölzernen Balkone sowie die in weiß oder Farbe getünchten Häuser mediterranes Flair aufkommen. Gespickt mit neuen Eindrücken ging es dann auch schon wieder in Richtung Heimat – sprich nach Domažlice, wo auch schon das Abendessen auf uns wartete und wir den Abend gemütlich ausklingen ließen. Auf dem Heimweg machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Bližejov, wo wir die Schule der tschechischen Comenius-Teilnehmer besichtigten. 

Mit den Adressen der neu gewonnen Bekanntschaften im Gepäck traten wir am Donnerstag unsere Heimreise an und kamen gegen Mittag alle gesund und fröhlich nach Neunburg zurück.

Abschließend lässt sich sagen, dass uns dieser Aufenthalt in unserem Nachbarland sehr gut gefiel und wir viele Kontakte mit den anderen Schülerinnen und Schülern schließen konnten, weshalb wir uns vorstellen können, noch einmal den Weg zu einem Comenius-Treffen anzutreten. Zudem wurde uns wieder einmal bewusst, dass sich im europäischen Vergleich neben der Entwicklung von der Burg zur Stadt auch das Leben während eines Jahres im Mittelalter sehr ähnelte.

Weitere Impressionen finden Sie hier: Comenius-Galerie

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