Von der Leinwand auf die Bühne: Realschüler erleben „Die Goldfische“ in Amberg
Ein Abend voller Lachen, Überraschungen und ungewöhnlicher Freundschaften erwartete die freiwilligen Schülerinnen und Schüler der Realschule Neunburg bei ihrer diesjährigen Theaterfahrt. Ziel war diesmal Amberg, wo die Komödie „Die Goldfische“ gezeigt wurde – ein Stück, das Unterhaltung mit nachdenklichen Momenten verbindet.
Theaterfahrten haben an der Gregor-von-Scherr-Schule Tradition. Mindestens einmal im Jahr haben die Klassen die Gelegenheit, eine Theateraufführung zu besuchen – in diesem Jahr fiel die Wahl auf „Die Goldfische“, eine Komödie zum Thema Inklusion nach dem gleichnamigen Kinofilm.
Bereits einige Tage vor der Aufführung stimmten sich die Schülerinnen und Schüler auf die Geschichte ein: Im Klassenzimmer wurde gemeinsam der Film aus dem Jahr 2019 angeschaut. So konnten sie Figuren, Handlung und die skurrilen Wendungen schon einmal kennenlernen – und sich auf den Humor und die überraschenden Momente auf der Bühne freuen. Das „Kino im Klassenzimmer“ sorgte nicht nur für Vorfreude, sondern regte auch erste Gespräche über die Geschichte und deren Umsetzung im Theater an.
Einige Tage später folgte dann die Live-Aufführung in Amberg. Das Stück erzählte von Oliver, einem Banker, dessen Leben nach einem Unfall völlig durcheinandergeraten ist. Während seiner Reha lernt er die Bewohner der Wohngruppe „Die Goldfische“ kennen: Magda, die sehbehindert ist, den zurückhaltenden Michi, den autistischen Rainman und die lebenslustige Franzi mit Down-Syndrom. Gemeinsam planen sie, Olivers Schwarzgeld zu schmuggeln – doch die ungewöhnliche Truppe hat eigene, unerwartete Ideen, was mit dem Geld passieren soll.
Die Inszenierung überzeugte mit Tempo, Witz und lebendigen Figuren: Jede Szene sprühte vor Energie, und immer wieder überraschten kleine Gags und unerwartete Wendungen das Publikum. Besonders die direkte Nähe zu den Darstellerinnen und Darstellern machte das Theatererlebnis intensiver als jede Leinwandversion. Lachen, Staunen und Mitfiebern wechselten sich ab – und ließen die Schülerinnen und Schüler die Geschichte hautnah erleben.
Am Ende verließen die Jugendlichen das Theater mit einem breiten Lächeln – manche noch kichernd über die schrägen Pläne der „Goldfische“, andere nachdenklich über die überraschend menschlichen Botschaften des Stücks. Ein Abend, der zeigte: Theater kann unterhalten, berühren und zum Nachdenken anregen – und das alles gleichzeitig.